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Höre den Wind und sperre Deine Wünsche nicht ein....

 

Kurze Kolumne 12.03.2020

 


Ja, der Wind pfeift draußen. Für mich klingt der Wind immer, als hätte er eine Menge zu sagen. Ich liebe den Wind und er spricht mit mir, auch wenn ich es nicht verstehen muss. Immer mehr komme ich zu dem Punkt, dass ich gar nichts verstehen und wissen muss. Es gibt einfach zu viele Dinge im Leben, die auch einfach keine einfache Antwort besitzen. Außerdem verändert sich alles eh schnell durch Raum und Zeit. Auch wenn wir uns immer wieder auf die Wissenschaft berufen, die doch alles im Griff hat und angeblich ein bestätigtes Wissen, erkennt man wenn man eine Generation später drauf schaut, schon wieder alles überholt ist und man neue Erkenntnisse und ein neues Verständnis gewonnen hat. Zur Zeit erlebe ich einen persönlichen Kampf in mir, der Raum und Zeit überschreitet. Ich kämpfe mit meinen Wünschen, die ich in diesem Leben noch erleben möchte und dann kämpft ein Teil dagegen, der Teil, der diese Wünsche nicht für machbar hält. Jetzt wo ich das im Schreiben erkenne, begreife ich, dass ich doch einfach jeden Wunsch haben darf. Er kann doch einfach für sich stehen und muss gar nicht vernichtet werden. Ich kann einfach dafür sorgen, dass dieser Wunsch von etwas oder jemanden Gehör erhält und dann kann er einfach da sein, dieser Wunsch. Also dieser kämpfende Teil, der bringt eigentlich gar nichts. Ich kann die Wünsche doch einfach in einen Ballon legen und Sie auf eine Reise schicken, damit sie sich frei bewegen dürfen und nicht gleich wieder einsperrt werden. Mein Gott, so einfach ist das mit dem Erkennen, wenn ich einfach die Dinge aufschreibe und benenne.